Schon lange wurde ein Schlagwort nicht mehr so inflationär gebraucht wie „Künstliche Intelligenz“. Vielleicht auch deswegen, weil der Begriff mehr suggeriert, als die Technik momentan tatsächlich leisten kann. Denn am Ende steckt dahinter lediglich die effiziente Analyse von immensen Datenmassen. Mitte der Fünfzigerjahre etablierte sich die Künstliche Intelligenz als eigenständige Wissenschaft, als Auftakt gilt ein Forschungsprojekt, das im Sommer 1956 am renommierten Dartmouth College, einer der ältesten Universitäten der USA, durchgeführt wurde. Vierzig Jahre später konnte sie ihren ersten aufsehenerregenden Erfolg verbuchen. 1996 gelang es Deep Blue, einem von IBM entwickelten Schachcomputer, den damals amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow in einer Partie mit regulärer Zeitkontrolle zu besiegen. Zum Erfolg verhalf dem Computer schon damals seine immense Rechenleistung, mit der er über 100 Millionen Schachkonstellationen pro Sekunde analysieren konnte. Daraus wählte er…
