Während ich mich viel zu früh aus dem Bett quäle, geht mir immer wieder eine Frage durch den Kopf: «Warum tue ich mir das eigentlich an?» Jedes Jahr stehe ich mit einem Team von zehn Fahrerinnen und Fahrern am Start. Als Captain trommle ich sie jeweils zusammen. Bevor es heute losgeht, gibt es einiges zu tun: Startnummern ausgeben, die Transponder, die seit diesem Jahr die Zeit bis auf die Zehntelsekunde messen werden, fachgerecht am Velo montieren, die letzten Instruktionen weitergeben. Und wieder denke ich: «Warum nur?» Denn die Bergstrecke ist zwar kurz, aber fies: Es gilt, 230 Höhenmeter auf 2,75 Kilometern zu überwinden. Die Maximalsteigung beträgt über 12 Prozent. Es fängt wenig steil an, und genau darin liegt die Tücke: Geht die Fahrerin hier zu schnell rein, geht ihr die…