Ich gestehe: Ich bin fremdgegangen. Nach Jahren rein elektrischer Fortbewegung habe ich mich wieder in ein Auto mit Verbrennungsmotor gesetzt. Kein Supersportler, kein Luxusmodell – ein ganz normales Kompakt-SUV, solide ausgestattet, gut gestylt, preislich erreichbar. Und ja, es fährt. Doch was fehlte, war das, was für mich längst selbstverständlich geworden ist: der Elektroantrieb.
Plötzlich dieses Zögern am Ampelstart, weil die Automatik erst reagieren muss. Schaltmanöver, die den Vortrieb unterbrechen. Ein Motor, der bei Steigungen aufheult. All das kam mir so fremd vor, dass ich mich fast fragte, wie selbstverständlich ich den unmittelbaren, linearen Schub des Elektroautos inzwischen nehme. Seit acht Jahren bewege ich mich fast ausschließlich elektrisch – nur gelegentlich für Transporte mit einem Nutzfahrzeug auf Abwegen. In dieser Zeit habe ich mich so sehr an die Direktheit, die Ruhe…
