Das Schaffen von Orten ist für Esch Sintzel ein zentrales Thema. Warum?
Wir diskutieren das regelmäßig auf unseren wöchentlichen Projektrundgängen, und jeder der drei Partner interpretiert das etwas anders. Meine Sichtweise orientiert sich an dem Basler Soziologen Lucius Burkhardt, der nicht von Orten, sondern von Umwelt spricht, nicht nur vom physisch Sichtbaren, sondern auch vom Unsichtbaren: Beziehungen, Nachbarschaften, dem sozialen Leben. Bei unseren Projekten fragen wir uns: „Welche sozialräumlichen Orte schaffen wir, und was passiert dort?“ Bei Bestandsprojekten ist dieser Einfluss wahrscheinlich noch größer. Diese Projekte haben viele Zeitschichten, Charakter, eine Identität, eine Atmosphäre. Dabei ist das wichtigste Kriterium für uns: Macht der Eingriff diesen Ort besser? Im Sichtbaren wie im Unsichtbaren? Wenn nicht, dann ist es keine Architektur, dann sollten wir lieber nichts oder etwas anderes machen.
Wie bringen…