noch immer liegen die Vorstellungen darüber, was nachhaltige Architektur ist, weit auseinander. Das fängt mit Kontroversen darüber an, ob mit „nachhaltiger“ Architektur 1:1 weitergebaut werden kann wie zuvor nur dann eben klimaschonend. Kann es ein nachhaltiges Wohnhochhaus, einen nachhaltigen Bürobau mit Tausenden von Arbeitsplätzen, einen nachhaltigen Flughafen geben? Oder verlangen solche hochkomplexen Architekturen zwingend CO2-intensive Baumethoden, die selbst durch die aufwendigsten Plus-Energie-Technologien nicht wettgemacht werden können? Die Grenzen dessen, was heutzutage mit lokalen, nachwachsenden und quasi unbegrenzt vorhandenen Baumaterialien und mit minimalem Energieeinsatz - sprich mit Holz, Lehm, Sand und Naturstein - gebaut werden kann, sind jedenfalls eng gesteckt. Und dies nicht zuletzt aus ökonomischen Gründen.
Einer der wenigen Punkte, über die in der Architektenschaft (und darüber hinaus) relative Einigkeit herrscht, ist die notwendige Konzentration auf den Bestand. Die Einsicht,…
