Draußen vor den Toren unserer beliebten europäischen Kernstädte verfallen und wachsen sie, die anonymen, massenhaften Erzeugnisse der Nachkriegsbaukultur. Sie liegen dort, sauber und sortenrein nebeneinander, in einzelnen, funktionsgetrennten Baugebieten und bilden die in Jahresringen angewachsene dicke Schicht der Nachkriegsperipherie. Von Straßenräumen sind sie eher getrennt als miteinander verbunden: Der öffentliche Raum, einst die Repräsentationsfläche des neuen Bürgertums, in dem flaniert und gelebt wurde, ist zur funktionalen Zweckstrecke verkommen, auf der allmorgendlich graue Gestalten von der Wohnung zur Arbeit hetzen. Statt Gleichgesinnte sehen wir hauptsächlich Konkurrenz um den Parkplatz, den Sitzplatz oder den Kaffee im Pappbecher, und man ist froh über die schützende Zone des eigenen Automobils oder zumindest des kopfhörerbewehrten Smartphones…
Eine neue Sicht auf unsere gebaute Umwelt
Doch diese Strukturen sind in die Jahre gekommen. Wir beginnen erst langsam,…