Es wohnt in uns allen, dieses Bedürfnis danach, sich wohlzufühlen. So wie sich der Hund gerne in seinem Korb räkelt – oder neudeutsch: chillt – und es dabei saugemütlich haben will, so streben wir Menschen danach, eine Oase, einen Platz zum Wohlfühlen zu finden. Habe nur ich das Gefühl, dass in einer zunehmend technologisierten Welt mit omnipräsenten Kopfhörern das Zwischenmenschliche, der Gruß, das aufrichtige Kopfnicken, die Interaktion von Mensch zu Mensch sich in Erosion befindet?
An jedem Einzelnen von uns liegt es, inwiefern es gelingt, unserem Gegenüber den Raum zu schenken, die Möglichkeit zu eröffnen, sich wohlzufühlen. Man kann es tagtäglich beobachten, beim Bäcker, am Bartresen oder am Flugsteig genauso wie auf der Cocktailparty. Wie wir in den Wald hineinschreien, wie wir auf jemanden Neuen zugehen, das entscheidet in Bruchteilen…
