Übersetzt von Anette Grube
„George Balanchine sagte: Wenn man eine Gruppe Männer auf die Bühne stellt, steht dort eine Gruppe Männer, stellt man jedoch eine Gruppe Frauen auf die Bühne, steht dort die ganze Welt. Stellt man eine Gruppe Frauen in ein Buch, hat man ‚Frauenliteratur‘“, schreibt Sigrid Nunez und macht es trotzdem. Sie erzählt von Frauenleben entlang der Freundschaft zweier Schriftstellerinnen. Und was sie erschafft, ist einzigartig, es fängt die ganze Welt in kleinen Szenen ein und rührt an die ganz großen Fragen, ohne je pathetisch zu werden. Im Gegenteil. Ihre Ich-Erzählerin, die eine Freundin in den selbstbestimmten Tod begleitet, ist sprunghaft. Doch alles, was sie denkt, was sie erinnert, folgt einer inneren Logik, belesener Klugheit und einer eigenwilligen Neugier auf die Menschen um sie herum. Und so stecken…
